Tage innerer Einkehr:
(Angebote für Einzel-Gäste)
Tage innerer Einkehr (auf der Suche nach Gottes Weg mit mir)
Die Tage werden in der Regel parallel zu den ''ora-et-labora-Wochen'' im Pilger-Kloster angeboten - nach Absprache dort auch zu anderen Terminen.
(Der weitere Text liegt vom vergangenen Jahr vor. Termine s. 'ora-et-labora-Wochen')
Kosten:
- Selbstverpflegung im Einzel-Zimmer: 20 €/ Tag
- Vollverpflegung im Einzel-Zimmer: 36 €/ Tag
(Spende für geistliche Begleitung nach Ermessen)
Kloster - Abende
Wir treffen uns mit Menschen aus dem Umfeld. -
Miteinander lernen wir biblische Geschichte(n) kennen,
wollen die ''Bibel teilen'' und uns für Gottes (Ant-)Wort
auf unsere Glaubens- und Lebens-Fragen öffnen.
Die Abende beginnen mit einer Austausch-Runde
und schließen bei Gebäck und Tee.
ZU IHRER INFORMATION :
Für alle Angebote sind grundsätzlich auch andereTermine nach Absprache möglich (z.B. Einkehrzeiten
und geführte Pilgerwege auch für Gemeindegruppen).
( Rufen Sie uns an. )
Der Kloster-Ort Tempzin ist auch ein geeignetes Ziel für Gemeinde-Ausflüge (mit Beköstigung und Führung
in der Antoniter-Klosteranlage Tempzin sowie auch Infos zu Wissenswertem aus Geschichte und Gegenwart
der christlichen Orden und Gemeinschaften).
Ebenso lassen sich in unseren Räumen auch Tagungen bzw. Familien-Feste gestalten. ( Rufen Sie uns an.)
Eine Info für Mitglieder unseres Vereins :
Für alle Angebote können auch finanzielle Vergünstigungen berechnet werden.
zur Anmeldung bitte hier klicken
Bericht eines Einkehrers
Sehnsucht nach einem Ort des Friedens – Eine Woche INNERE EINKEHR im Pilger Kloster Tempzin – ein Erlebnisbericht von André Heldner
Ampeln, Kreditkarten, Handys, Menschen, Autos, besser schneller höher, bunte Werbeplakate, „Wir sind die Guten“, „Ich bin doch nicht blöd“, „Geiz ist geil“ – all das klingt noch im Kopf während der Autofahrt von Berlin nach Tempzin.
Ich weiß nicht, was ich die nächsten sechs Tage erwartet. Ich habe nur Sehnsucht nach Stille. Ich habe Sehnsucht nach einem Ort des Friedens und der Ruhe.. Ich habe Sehnsucht danach, den Lärm des alltags aus meinem Kopf zu bekommen, auf die Stimme von Jesus Christus zu hören und zu beten.
Mich berührt sehr der liebevolle Empfang in der Pilgerherberge Kloster Tempzin. Gleich bekomme ich mein Zimmer zugewiesen. Während des „Einistens“ denke ich über die vielen Stunden nach, die ich hier wohl verbringen werde. Dafür scheint mir das Zimmer sehr geeignet. Ein Bett, eine kleine Selbstversorgerküche, ein Waschbecken, ein Tisch – alles, was ich brauche ist da, auch ein Altartischchen und eine Meditationsbank, meine Gebetsecke!
Das Einführungsgespräch am späten Nachmittag holt mich da ab, wo ich stehe. Wie geht es mir, was bewegt mich gerade, was wünsche ich mir für die Einkehrzeit? Schließlich erhalte ich eine Bibelstelle, die mich die Zeit über hier begleiten wird: Markus 10, 46-52, „ Die Heilung des blinden Bartimäus bei Jericho“.
Die nächsten Tage führen mir vor Augen (welch schönes Wortspiel im Zusammenhang mit der Geschichte), wie viel diese alte Geschichte mit mir zu tun hat.
Die Sehnsucht des Bartimäus wieder sehen zu können. Wie steht es mit meinen Sehnsüchten? Der feste Wille des Bartimäus, sich auf Jesus aufmerksam machen , zu ihm kommen zu wollen. Kann auch ich in meinem Leben Licht und Heil von Jesus bekommen? Was würde ich Jesus antworten, wenn er mich, wie er auch Bartimäus gefragt hat, fragen würde: „Was willst Du, dass ich dir tun soll?“ Wie ergeht es mir, wenn ich mich in die Rolle des blinden Bartimäus versetze?
Vieles kreist im Kopf. In all abendlichen geistigseelsorgerischen Gesprächen findet ein Austausch, ein Austausch ein Mitteilen der am Tag gesammelten Gedanken statt. Ich werde sanft begleitet und erfahre, Belastungen an Jesus abzugeben. Hinzu kommen noch vier Tageszeitengebete, die dem Tag einen Rahmen verleihen.
Ich habe mich entschieden, am Essen der hier vor Ort lebenden Gemeinschaft teilzunehmen. Neben dem abendlichen Vieraugengespräch ist das meine einzige Gelegenheit, Sozialkontakte und Gespräche zu pflegen.
Schnell vergeht die Zeit. Ich bin überrascht festzustellen, wie viel diese alte Geschichte mit meinem modernen Leben zu tun hat.
Die Spaziergänge durch die sanft daliegende, leicht hügelige Bauernlandschaft um Tempzin herum führen vor Augen, wie erst die Sprache des Glaubens Gottes Schöpfung zum Sprechen bringt und die Sinne berührt.
Mein Alltag hat mich schon längst wieder, aber meine Einkehrwoche wird wohl noch lange nachklingen.
HERR, ich danke dir dafür.